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Veränderung annehmen
Published in: Posted on: October 19, 2017

Veränderung ist einer der am schwersten zu akzeptierenden Gedanken, doch gleichzeitig eine der wichtigsten Erfahrungen, die man für spirituelles Wachstum braucht. Die meisten von uns neigen dazu, Veränderungen abzuwehren und an Bekanntem festzuhalten. Selbst wenn wir wissen, dass die Veränderung gut ist, beklagen wir oft ihren Prozess. In eine andere Stadt umzuziehen, eine Hochzeit zu planen, oder den ersten Tag im neuen Job hinter sich zu bringen: dies sind alles Beispiele für positiven Lebenswandel, die sehr anstrengend sein können. Wenn wir die Wahl hätten, würden wohl viele von uns den gesamten Wandlungsprozess überspringen, als ob es besser wäre, einfach auf der nächsten Stufe des Lebens anzukommen, ohne die geringsten Mühen zu durchleben.

Kabbalisten lehren, dass der Weg das Ziel ist. Die wachsenden Schmerzen, Niederlagen und Konflikte, die wir empfinden, während unser Leben sich ändert, sind unsere wertvollsten Lehrmeister. Es ist wichtige spirituelle Arbeit. Jedoch sehnen wir uns mitten in den schwierigen Lebensveränderungen nach Erleichterung und Annehmlichkeiten. Ganz im Kontrast dazu wählen Kabbalisten Freude an diesen Erfahrungen zu finden, da sie wissen, wieviel Segen in ihnen versteckt liegt.

Um Freude an herausfordernden Situationen zu haben, müssen wir unsere Art zu denken, fühlen und zu leben verändern. Statt Veränderung als ein Hindernis für dauerhafte Erfüllung zu sehen, tun wir besser daran, zu bemerken und anzunehmen, wie Veränderung den Weg frei machen kann, Freude in unser Leben zu bringen.

Michael Berg zufolge “müssen wir verstehen, was wir proaktiv tun können, um sicherzugehen, dass wir uns auf den Weg begeben, mehr von dieser Freude und diesem Glück in unser Leben zu bringen. Wenn keine Veränderung in Sicht ist, überlegen Sie sich Schritte, mit denen Sie aus Ihrer Komfortzone herauskommen können, um Veränderung in Ihrem Leben aufkeimen zu lassen. Fragen Sie sich, Welche negativen Angewohnheiten kann ich aufgeben? Welche negativen Gedanken sollte ich auslöschen? Wie kann ich mein Wesen ändern, so dass ich großzügiger und freundlicher zu anderen werde?
Nach Aussage des Zohars sind wir nie weit vom Licht entfernt. Egal wie schwierig unsere Situation sein mag – ob Veränderung gewollt ist oder nicht – können wir auf das Licht des Schöpfers zugreifen indem wir erkennen, dass jede Erfahrung ein wichtiger Teil des Lebenswegs ist, Unsicherheiten loszulassen und Freude willkommen zu heißen.
Wir alle haben das Potenzial, freudvoll zu leben und schwierige Momente unseres Lebens in Zeiten großer Freude zu verwandeln. Der Schlüssel ist es, dem Drang zu widerstehen, Gefühle der Freude in eine vermeintliche Zukunft zu projizieren. Es ist leicht, in diese Art Falle zu tappen. Frisch gebackene Eltern denken manchmal: “Es wird einfacher, wenn das Baby größer ist…”. Studenten mögen von der Zeit nach dem Abschluss träumen: “Wenn ich den Abschluss habe, dann…”. Obwohl es nichts daran auszusetzen gibt, vom Leben zu erwarten, dass es mit der Zeit besser und freudvoller wird, laufen wir Gefahr, den Segen der gegenwärtigen Situation zu übersehen, wenn wir uns zu sehr auf die Zukunft konzentrieren.

Erinnern Sie sich daran, dass der Schöpfer einen Plan für Sie hat, und sie leben ihn. Diese Gewissheit hat die Macht, Freude in Ihr Leben zu bringen, selbst in den schwierigsten Situationen. Gewissheit haben bedeutet, zu wissen, dass das Licht Sie in die richtige Richtung führt, selbst wenn Sie scheinbar abseits der ausgetretenen Pfade gehen. Wo immer es uns hinführt, wir sind niemals verloren. Veränderung ist eine Möglichkeit, Negativität in unserem Leben  loszulassen und mit Glück neu anzufangen.

Wie Karen Berg sagt, sollten wir “glücklich sein, wenn das Universum uns zeigt, was wir verändern müssen, sodass wir unsere Blockaden lösen und näher an das Licht des Schöpfers kommen können.” Wenn wir in den dunkelsten unserer Momente Licht finden können, nehmen wir das Glück an. Erinnern Sie sich daran, selbst wenn wir das Gefühl haben, in Dunkelheit gehüllt zu sein, ist das Licht immer in Reichweite; Im Ringen findet sich Segen.

Erreichen Sie Ihr persönliches Potenzial
Published in: Posted on: October 19, 2017

Die gute Nachricht: wir wurden alle mit einzigartigen Begabungen geboren, die uns dabei helfen, unser höchstes Potenzial zu erreichen. Es sind Begabungen, die uns der Schöpfer mit dem ausdrücklichen Ziel mitgegeben hat, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Die schlechte Nachricht: viele von uns schöpfen diese Begabungen nicht vollends aus. Kurzum: wir sind beklagenswert weit davon entfernt, das zu tun, wofür wir hergekommen sind. „Jeder Einzelne von uns schöpft sein Potenzial nicht aus“, sagt Michael Berg. „Wenn wir ehrlich sind, tun wir nicht einmal ein Tausendstel von der Arbeit, die wir tun sollten.“

Der Gedanke ist überwältigend. Wenn so viel spirituelle Arbeit in diesem Leben zu tun ist, wie können wir dann jemals anfangen, etwas zu verändern? Wie können wir uns unserem höchsten Potenzial annähern und wahrhaftig ausleben, was unsere Bestimmung ist?

Wir können damit beginnen, die Art und Weise, uns selbst in der Welt zu sehen, zu verändern.“Der einzige Grund dafür, dass wir weniger Arbeit tun, als wir tun müssten“, sagt Michael Berg, „ist, dass wir nicht wirklich zu schätzen wissen, wer wir sind...wie großartig unsere Seele ist, und das Potenzial unserer Seele.“ Doch durch Forschung und wissenschaftliche Studien haben Neurowissenschaftler herausgefunden, dass wir unsere Gehirne neu vernetzen können, sodass wir tatsächlich anders über uns denken und uns folglich anders verhalten können.

Unsere Gehirne mögen Effizienz. Ein spezifischer Gedanke (positiv oder negativ) löst eine Reaktion in Ihrem Gehirn aus, wie wenn man eine Lampe anschaltet. Je öfter Sie diesen Gedanken denken, desto schneller ist dieser Schalter betätigt, und desto heller ist die Lampe, die dann leuchtet. Wiederholung stärkt mit der Zeit die Verbindungen in unserem Geirn. Wegen dieses Vorgangs im Gehirn müssen wir bestimmte Dinge nicht von Neuem lernen, wie zum Beispiel Fahrrad fahren oder ein Käsetoast machen, auch wenn das letzte Mal Jahre her ist. Doch auch genau deshalb sind negative Gedanken so heimtückisch. Einer scheint harmlos, aber wenn wir einen negativen Gedanken oft genug wiederholen, wird er irgendwann zu dem Drehbuch, nach dem wir leben.

Unsere Gedanken haben direkte Auswirkungen auf unser Leben, weil sie unsere Handlungen beeinflussen. Stellen Sie sich beispielsweise vor, dass zwei Angestellte der gleichen Firma an einem neuen Posten interessiert sind, der gerade frei wird und der sowohl eine kleine Beförderung als auch eine Gehaltserhöhung bedeutet. Angstellte A will den Job unbedingt haben und glaubt, dass sie qualifiziert dafür ist. Angstellte B will den Job unbedingt haben, zweifelt aber daran, dass sie tatsächlich das Zeug dazu hat, die Beförderung an Land zu ziehen. Ohne den Eignungsgrad oder die Erfahrung zu berücksichtigen: wer wird Ihrer Meinung nach den Job bekommen?

Die Antwort scheint offensichtlich. Angestellte A wird viel eher Ihre Chefin erzählen, dass sie mehr Verantwortung übernehmen möchte, sie wird sich genau nach der Stelle erkundigen oder ihren Lebenslauf einreichen. Wenn Angestellte B ihre Gedanken neu vernetzen könnte, wäre es wahrscheinlicher, dass sie positive Schritte tun würde, um mehr Licht in ihr Leben zu bringen.

Sie können Ihre Gedanken neu vernetzen, indem Sie die positiven Vorstellungen im Zusammenhang mit Ihren Zielen und der Person, die Sie sein möchten, benennen. Schreiben Sie sie auf und halten Sie sie griffbereit. Dann nehmen Sie Ihre Selbstgesprächmuster und Ihre unmittelbaren inneren Reaktionen auf sich bietende Gelegenheiten genau unter die Lupe. Sollten negative Gedanken aufkommen, haben Sie Verständnis für sich, aber stoppen Sie die Gedanken auf der Stelle und ersetzen Sie sie mit positiven Gedanken (greifen Sie so oft wie nötig auf Ihre Liste zurück).
Als nächstes werden Sie aktiv. Daran zu glauben, befördert zu werden, einen Marathon zu schaffen, einen Roman zu schreiben oder einen Abschluss zu machen, wird Sie nur ein Teilstück des Weges zu Ihren Zielen bringen. Sie müssen positive Schritte in die Richtung unternehmen, die Sie gehen möchten, um letztendlich anzukommen.

Wiederholen Sie diese positiven Gedanken und Handlungen nun so oft wie möglich. Mit der Zeit wird Ihr Gehirn anfangen, sich selbst neu zu vernetzen, bis es zu einer selbstverständlichen Gewohnheit für Sie wird, proaktiv als Kanal für das Licht des Schöpfers zu leben.

Unsere Begabungen sind dazu da, durch gütige Handlungen und Austausch mit der Welt geteilt zu werden, allerdings ist es ein riesiges und manchmal lebenslanges Unterfangen, unser höchstes Potenzial zu erreichen. Die spirituelle Kraft, die wir brauchen, um dorthin zu kommen, kann nur mit einer positiven Einstellung und Verständnis für sich selbst wachsen. Indem wir unsere Gedanken neu vernetzen, können wir uns darauf ausrichten, mehr positive Handlungen in der Welt zu vollziehen und dadurch näher an unser höchstes Potenzial zu kommen.



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„Dies ist also der Maßstab: wo bin ich, nicht in der Referenz zu Anderen, sondern in der Referenz zu mir selbst?“- Michael Berg 1 year 1 month ago
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