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Der Menschheit dienen
Published in: Posted on: December 05, 2019

Der spirituelle 7-Tage-Kompass von Karen Berg

Der Menschheit dienen

Während ich den Abschnitt dieser Woche - Vayera - lese, kommen so viele Einsichten hoch, die von den Kabbalisten in den Kommentaren zu diesem Wochenabschnitt formuliert wurden, dass es tatsächlich schwierig ist, nur eine einzige Richtungsweisung für diese Woche auszuwählen. Wenn das der Fall ist, gehe ich gern ganz zum Beginn eines Abschnitts zurück, denn im Beginn befindet sich die Samen-Ebene - der Punkt, an dem wir uns mit der Essenz und mit dem grössten Potenzial verbinden können.

Zu Beginn dieses Abschnitts sitzt Abraham am Eingang seines Zeltes. Die Kommentare formulieren die Frage: Weshalb ist es für uns wichtig zu wissen, wo Abraham gesessen hat? Nun, zunächst erfahren wir, dass es der heißeste Tag des gesamten Jahres war. Ferner steht geschrieben, dass Abraham unter grossen Schmerzen litt, denn es war der dritte Tag nach seiner Beschneidung. Zu diesem Zeitpunkt seines Lebens war er bereits ein ziemlich berühmter Mann. Er war dafür bekannt, sehr weise zu sein, er war mit den Sternen vertraut und er lernte in einer direkten Verbindung über die Eigenschaften und die verborgenen Handlungen des Schöpfers. Die Menschen suchten Abraham von überall, aus nah und fern, auf und baten ihn um geistige Führung, um Ratschläge und um Gebete. Nun haben wir also Abraham am heißesten Tag des Jahres, der trotz seines persönlichen Schmerzes am Eingang seines Heimes sitzt und sich dennoch für andere zugänglich präsentieren möchte. Es wird gesagt, dass Abraham nicht nur lediglich ‚verfügbar‘ war, sondern dass er aktiv nach jemandem Ausschau hielt, der eventuell seine Hilfe benötigen würde. Abraham suchte stets nach Gelegenheiten, ein noch grösserer Diener für die Menschen zu sein.

Im Leben kommen wir manchmal an einen Punkt, an dem wir in unserer spirituellen Arbeit einen Stillstand erreichen. Wir kümmern uns zwar um unsere Familie und um Freunde, die sich in unserem nahen Umfeld befinden, doch nicht mehr. Was wir nun aus der Geschichte von Abraham lernen, ist, dass es das eine ist, zu helfen, wenn wir dazu aufgefordert oder darum gebeten werden aber etwas völlig anderes, genau dann mit anderen zu teilen, wenn wir uns selbst im Schmerz befinden. Wenn wir Schmerzen haben, dann erwarten wir eher, dass andere mit uns teilen, doch ist es eines der größten Dinge, die wir inmitten unseres eigenen Schmerzes tun können, dass wir selbst aktiv mit anderen Menschen teilen. Es mag schwierig sein aber ist es viel erfüllender und generiert so viel Licht.

Einfach ausgedrückt: die Energie dieser Woche kann uns dabei helfen, uns proaktiv anderen Menschen gegenüber zu öffnen. Achtet in den kommenden sieben Tagen auf Gelegenheiten, in denen ihr - wie Abraham - den Menschen dienen könnt. Denn wenn wir der Menschheit dienen, dann sind wir auf tiefgreifendste Weise ein Spiegelbild des Schöpfers und erfüllen unseren Zweck hier auf Erden. Dies sind kraftvolle Tage, um etwas von unseren Talenten zu geben... zum Beispiel können wir in einem Obdachlosenheim helfen oder auch unser Zuhause für Freunde öffnen.

Es liegt in unserem eigenen Bemühen, hier auf diese Art zu teilen, denn dadurch, dass wir den Schöpfer in seiner unermüdlichen Natur zu teilen, nachahmen, werden wir selbst sowohl zu teilenden Lichtfunken als auch zu Empfängern des Lichts.

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„Dies ist also der Maßstab: wo bin ich, nicht in der Referenz zu Anderen, sondern in der Referenz zu mir selbst?“- Michael Berg 3 years 2 months ago
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